Australischer Sieg in der Kür

So knapp der Sieg im Grand Prix der Kür-Tour für die australische Olympiareiterin Simone Pearce mit Amandori am Vortag noch ausgefallen war, so deutlich war ihr Sieg am Samstagnachmittag in der Kür. Die 29-jährige Bereiterin aus Melbourne tanzte zu 76,45 Prozent und gewann diesmal deutlich vor Österreichs Olympia-Kaderreiter Florian Bacher und Fidertraum (73,895) und der Olympia-Perspektivkaderreiterin Timna Zach mit Cicho (73,725).

Austaliens Olympiahoffnung Simone Pearce mit Amandori siegten in der Kür (c) CDI Achleiten

Resümee des regierenden Dressur-Staatsmeisters Florian Bacher: „Der Grand Prix gestern war mit mehr als 73 Prozent eine Top-Leistung, heute war das eher eine mittelmäßige Kür. Wir sind sie zwar zum ersten Mal geritten, aber das können wir besser.“


Olympia-Kandidat Florian Bacher mit seinem Fidertraum auf Platz 2 (c) CDI Achleiten

Die letzten Wochen mit dem geschafften Olympia-Limit beim internationalen Turnier im italienischen Ornago und nachfolgender Zwangs-Quarantäne wegen eines Herpesvirus-Verdachtsfalles in Italien haben offensichtlich ihren Tribut gefordert. „Ich bedanke mich noch einmal bei Peter Gmoser und Belinda Weinbauer, dass wir Fidertraum bei ihnen im Burgenland in die Quarantäne stellen durften. Dort war er von allen anderen Pferden isoliert, wir durften nur einmal am Tag eine Stunde zum Training raus. Das zehrt natürlich an den Kräften. Jetzt bekommt Fider seine wohlverdiente Pause, bevor wir in der übernächsten Woche wieder hier in Achleiten zum Pflichtturnier kommen. Da wird er sich hoffentlich wieder in Top-Form präsentieren!“


Timna Zach und Chico auf ihrem "wilden Ritt" zu Rang 3 (c) CDI Achleiten

Apropos Top-Form. Die Grazerin Timna Zach schwebt derzeit auf Wolke 7, weil sie sich mit ihren aktuellen Leistungen sogar für den Tokio-Kader ins Gespräch gebracht hat. Mit Farant zuletzt beim Turnier in München und am Freitag hier in Achleiten kratzte sie jeweils an der 72-Prozent-Marke im Grand Prix. Auch mit Chico scorte sie 73,725 Prozent in der Kür und holte am Samstag Rang 3.


„Ja, es läuft richtig gut! Tokio wäre ein Wahnsinn, aber mein Traum für 2021 ist die Euro. Wir werden weiter dranbleiben und alles tun, um besser zu werden! Mit Chico war das gestern im Grand Prix und auch heute in der Kür nach dieser langen Turnierpause ein wilder Ritt. Der hat so viel Temperament, ich bin megastolz auf ihn!“



N°3 FEI Grand Prix Kür (CDI4*)

1. Simone Pearce (AUS), Amandori 76,45 Prozent

2. Florian Bacher (AUT), Fidertraum 73,895

3. Timna Zach (AUT), Chico 73,725

4. Akane Kuroki (JPN), Zuidenwind 72,45

5. Isabella Willibald (AUT) Richterhof’s Farbenfroh 71,9

6. Oliver Valenta (AUT), Valenta’s Fantast 71,135

7. Sascha Schulz (LUX), Dayman 70,2

8. Amanda Hartung (AUT), Dresscode Black 69,735

9. Judy Reynolds (IRL), Leroy Naeldeborg 67,125